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Israel – Friede auf Erden
Weltweit hatten wir uns wie schon oft übers Internet zu einem Friedensnachtgebet – einer Prayer Vigil – verbunden, während eine Gruppe von 55 mit James Twyman, dem „Friedenstroubadour“ ins Heilige Land pilgerte, um dort zu beten. Diesmal war ich mit dabei.
Neve Shalom, der Friedensort, nahe Jerusalem, war der Platz, an dem wir uns am 13. November, dem Tag der „Rosa Mystica“, der „Königin des Friedens“, wie sich die Mutter Maria oft nennt, zum Gebet zusammenschlossen. Palästinenser, Israelis, die dort schon miteinander leben, ein Jordanier, der gerade von einem Treffen der Mun-Sekte kam und freudestrahlend ein großes Foto zeigte, auf dem er einen Israeli umarmt, der Wunsch nach Frieden eint alle. Unsere gemischte Gruppe aus den USA, Mexiko, Kanada, Irland, England, Dänemark, Deutschland, Japan und Österreich spannte den Bogen noch weiter, vertrat alle, die sich zu Hause und weltweit angeschlossen hatten. Viele haben mir schon davon berichtet. Danke euch allen!
„MAY PEACE PREVAIL ON EARTH“ – Möge der Friede auf Erden siegen. Wir haben es als Tatsache hingestellt, PEACE PREVAILS ON EARTH. Jesus hat betont, "Darum sage ich euch: Alles, worum ihr betet und bittet - glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil." (Mk. 11, 24). Heute haben das viele Persönlichkeitsenfaltungsprogramme wieder aufgegriffen. Wir haben es an diesen Abend und in all diesen Tagen tief im Innern gespürt, dass wir den Frieden neu in dieser Welt und unserem Universum verankert haben. Das Friedensgebet des Hl. Franziskus haben wir umgetextet, von „Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens“ zu „Herr, wir SIND ein Werkzeug deines Friedens.“
Um den Friedenspfahl in der Mitte des Saals legte dann jeder von uns die Flagge eines Landes, dessen Name laut vorgelesen wurde. Die ganze Welt war dadurch lebendig erlebbar eingeschlossen.
Am Tag davor hatten wir in der Geburtsgrotte in Bethlehem „Stille Nacht, Heilige Nacht“ gesungen, und ich besonders die kaum mehr übliche Strophe für mich:
Stille Nacht, Heilige Nacht, wo sich heut’ alle Macht väterlicher Liebe ergoss, und als Bruder huldvoll umschloss, Jesus die Völker der Welt, Jesus die Völker der Welt.
Heute waren wir in die FuĂźstapfen unseres groĂźen Bruders getreten.
In den Tänzen danach wirbelten wir weiter die Schwingungen des Friedens und der Liebe hinaus. Farbe, Rasse, geistige Richtung, Menschen im Rollstuhl, wurden zu EINEM Ausdruck der unendlichen Vielfalt Gottes. Ein Wissen bewegte uns: Wir sind alle eins, und Friede ist lebbar.
Im ganzen Heiligen Land riefen wir den Frieden aus. Schon am Anfang hatten wir in der unterirdischen Zisterne der Hl. Helena ganz Jerusalem mit den Friedensgesängen der Welt unterminiert. In all den Plätzen, auf denen Jesus gewandelt war, vereinigten wir uns mit ihm und seinem Gruß: „Der Friede sei mit euch!“ Jerusalem, der Ölberg, Bethlehem, der Jordan, der See Genesareth, der Berg der Seligpreisungen, das Tote Meer und Qumran, mit jedem Ort verstärkte sich das Wissen um die Kraft des gemeinsamen Gebetes. Es ist eine Macht, die wir noch gar nicht richtig abschätzen können, obwohl wir sie bereits messen können. Setzen wir diese unendliche Kraft auch täglich für den Frieden ein! Unsere Gruppe – und unsere israelischen und palästinensischen Freunde, die uns begleiteten – wurde eine Gemeinschaft, in der wir spürten: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebet.“ (Joh. 13,35) Kaum noch hatte ich soviel Liebe und Anerkennung erlebt. So ging es allen. Eine grundlegende Basis für den Frieden.
Auch zu dieser Zeit schrieben die Zeitungen ihre ĂĽblichen Negativ-Meldungen, wie ich nachher erfuhr. Arafat war ebenfalls mitten in diesen Tagen gestorben. Wir waren getragen von einem anderen Wissen: FRIEDE IST IN UNS UND UM UNS, wenn wir das wollen.
Wäre nicht die Geburt des großen Friedensbringers Jesus Christus ein guter Zeitpunkt in dieses Wissen einzutauchen, und im eigenen Umkreis und in uns selbst wirklich nur mehr Frieden zu denken und zu verbreiten, für unsere Familienangehörigen, unsere Nachbarn, unsere Arbeitskollegen, die Chefinnen und Chefs, die Politiker, und dabei auch alle „unmöglichen“ in Liebe und Frieden zu umarmen?
Ich wĂĽnsche es uns allen von Herzen. In diesem Sinne ein friedvolles Fest voll Freude und Liebe, weiterstrahlend ins kommende Jahr,
Eisenstadt, 2.12.2004 Eure Ingrid - Gucki
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