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Meditation – Yoga - Freiheit, Friede, Liebe, Gelassenheit

  Der Wert still zu werden, die Gehirn- und Körpertätigkeit ruhig werden zu lassen, konzentrationsfähiger zu werden, wird heute neu erkannt. Meditation ist die besondere Art der Konzentration, die auf Gott gerichtet ist. Gott - ein Name für die persönliche, liebevoll erfahrbare Beziehung vieler mit der Summe aller Kräfte, aller erstrebenswerten Werte, allen Seins, aller Gesetzmäßigkeit. Wenn Du diese Beziehung nicht hast, magst Du die Zusammenfassung dieser Kräfte vielleicht als Universum denken.   

  Versenken in Gott ist etwas, um das sich die Menschen aller Zeiten bemüht haben. Heute wissen wir zusätzlich von der Wissenschaft, dass derartige Methoden uns unserem grenzenlosen Potential näher bringen, von dem wir erst einen kleinen Prozentsatz verwenden. Selbst ein Genie wie Einstein hatte nur 13 % dieses Potentials im Einsatz. Gedanken, Worte und Handlungen setzen die im Universum innewohnende Gesetzmäßigkeit in Bewegung, die mit unfehlbarer Sicherheit alles verwirklicht, das wir mit diesen Kräften streifen. Das Buch „The Secret – Das Geheimnis“, Rhonda Byrne, greift in beeindruckender Weise das Gesetz der Anziehung hervor.

  Dieses und alle hier genannten Bücher auf http://buch-pegasus.com.

  Mit einer größeren Weiterentwicklung sind die äußeren Probleme leichter zu bewältigen, viele Fragen lösen sich in innerem Wissen auf, Intuition und Entschlusskraft wachsen, Geduld und Ausdauer steigern sich, eine größere Gelassenheit stellt sich ein, größere Liebesfähigkeit den Menschen und allem im Universum gegenüber, die Freude an allen und allem bricht immer öfter durch, das Wissen um den Sinn der Zusammenhänge, der eigenen Lebensaufgabe wird klarer, neue Perspektiven öffnen sich. Die inneren Heilkräfte für unser Immunsystem, Körper, Geist und Seele verstärken sich. Diese Wirkungen erfahre ich nach Üben des Yoga seit 1974 und einiger Meditationsübungen, die Paramahansa Yogananda in den Westen gebracht hat, intensiver als vorher.

  Ein altes Gebet wurde in das Einheitsdeutsche Gebet- und Gesangbuch aufgenommen, „Das immerwährende Jesusgebet“ (siehe hinten). Es stellt eine einfache Meditationsform dar und kann Hilfe sein, Gott und Seinem Wesen näher zu kommen. Die Wirkung ist beschrieben und wurde vielfach erfahren. In „Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers“ erzählt Emmanuel Jungclaussen über das Jesus-Gebet.
  Deepak Chopra
, ein indischer Arzt in Amerika, weist auf diese erste Form der Meditation hin und nennt sie „Mindful Meditation“, geistvolle Meditation. Louise L. Hay empfiehlt in ihrem Buch: „Du kannst es“ ebenfalls eine derartige Form.
  Ähnliches fand ich in dem Buch „Photo Reading“ von Paul R. Scheele, der betont, wie anders wir lesen können, wenn wir mit einer solchen Methode in den Alpha-Zustand gehen. Er weist darauf hin, dass diese Technik in Yoga, Zen, Tai-Chi und weiteren östlichen Methoden schon lange praktiziert wird. Aus diesem Buch, ergänzt um den vierten Punkt:

 

Unsere Gehirnzustände:

  • Wachzustand = 12 - 23 Hz, Beta
  • Entspannte Wachheit, idealer Lernzustand = 8 – 12 Hz, Alpha
  • Tiefe Entspannung, innere Vorstellungen, hohe Kreativität = 4 – 8 Hz, Theta.
  • Mit hohen Yogamethoden ist ein völliger Stillstand der Herztätigkeit möglich, der zur letzten Vereinigung mit dem Göttlichen führt. Daraus ergeben sich völlige Kontrolle über alle Lebensfunktionen und Verjüngung der Zellen.

  Solltest Du absolut keine Beziehung zu Gott haben, dann wünscht Du Dir vielleicht doch die genannten Werte, die mit dieser Technik erreichbar sind. Bau diese Übung doch mal probeweise in Dein Leben ein!

Möglicher Ablauf einer Meditation:

  Bereite zuerst Deinen Körper vor: Spanne und entspanne
den Körper, jeden Muskel von unten nach oben und fühle, wie die Lebensenergie in Dir pulsiert. Die größeren Muskeln unten entspannen sich leichter, daher ist es gut mit ihnen anzufangen, sodass Du ein Gefühl dafür bekommst. Reihenfolge: Linker Fuß, rechter Fuß, linke Wade, rechte Wade, linker Schenkel, rechter Schenkel, linke Gesäßhälfte, rechte Gesäßhälfte, Bauch, Magen, linke Hand, rechte Hand, linker Unterarm, rechter Unterarm, linker Oberarm, rechter Oberarm, linke Brust, rechte Brust, Hals vorne, hinten, Gesichtsmuskeln ganz locker lassen. Ein Lächeln entspannt ganz von selbst diese Muskeln. Halte es während der ganzen Meditation bei und weitgehendst auch im Leben. Wenn Dir nicht nach lächeln ist, zieh einfach die Mundwinkel auseinander und schaue gegen den Himmel. Deine Stimmung wird sich heben. Das erfreut Dich und Deine Umgebung und vermindert außerdem die Faltenbildung! Du kannst sowohl im Liegen entspannen, als auch im Sitzen. Mit der liegenden Form habe ich angefangen und von heute auf morgen 40 Zigaretten weggelegt. Der Alkohol kam kurz danach dran. In weiterer Folge ging auch das Lernen in vorgerücktem Alter erstaunlich gut. Schnell wurde ich versöhnlicher und all die hier genannten Eigenschaften entfalten sich mehr und mehr.
 
  Spannungs- und Entspannungsübungen werden inzwischen auch gegen Osteoporose eingesetzt.

 
Atme tief aus, dann lass den Atem durch Bauch, Magen und Lunge einfließen, zähle dabei, wie es Dir entspricht, zwischen 6 und 20. Wahrscheinlich wird sich die Zahl im Laufe der Zeit steigern lassen. Halte auf die gleiche Zahl den Atem an, ohne zu forcieren, ganz sachte, dann atme auf dieselbe Zahl wieder aus, also etwa 6 – 6 – 6. Atme in dieser Form 3 bis 12 mal, wie es Dir gut tut. Mache diese Übung noch einmal vor der Meditation.

  Haltung und Meditation: äußere Ruhigstellung und Entspannung des Körpers, gerade, aufrechte Haltung der Wirbelsäule. Füße flach auf dem Boden, das Kinn parallel dazu, die Hände auf den Oberschenkeln, Handflächen nach oben, die Schultern nach hinten und etwas hinauf gezogen, aber trotzdem locker, den inneren Blick nach oben zwischen die Augenbrauen, zum Geistigen Auge. Jesus sprach davon, als er sagte: „Dein Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist (hier ist nicht die körperliche Gesundheit gemeint), wird dein ganzer Körper hell sein.“ – Lk. 11, 34. Dieses Wissen ist uns weitgehendst verloren gegangen. Im jetzigen Zeitalter, in dem unsere geistigen Kräfte neu erwachen, bringen Meditationstechniken diese Wirklichkeiten wieder in unseren Erfahrungskreis.  

  Nun beobachte Deinen Atem, ohne ihn zu beeinflussen, und sprich im Einklang mit ihm oder dem Herzschlag ein Wort oder zwei. Ich richte mich nach der Anleitung von Paramahansa Yogananda nach dem Atem und verwende eine Silbe, während ich den hinaus fließenden beobachte und eine während er wieder hineinströmt. Überlege Dir, was Dir entspricht, horche in Dich hinein. Einige möglichen Beispiele: ”Mein Gott”, wie der Hl. Franz betete, „Jesus“, „Christus“ oder „Mutter“, wenn Du Dich an das Mütterliche in Gott wenden willst, das in Maria einen wunderbaren Ausdruck gefunden hat. Jemand muss das tief erlebt haben, hat es in dem Lied: „Maria zu lieben“ in Worte gefasst: „So oft mein Herz klopfet, befehl ich mich dir, sooft ich nur atme, verbind ich dich mir“. Auch der Rosenkranz ist in dieser ruhigen Form gut zu beten. Es sind freilich viel mehr Worte. Wende Dich mit ganzer Hingabe Gott zu. ”Du sollst den Herrn, Deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, mit all deinen Gedanken” - Mt. 22,37.

  Wenn Deine Gedanken abschweifen, hole sie zurück, wie Du einen kleinen Buben zurückholen würdest, der Dir davon gelaufen ist, mit aller Liebe und viel Geduld.
  Nach einigem Üben wirst Du sicher innerlich ruhig. Es ist gut, diese Ruhe möglichst lange auf sich wirken zu lassen und mit Gott wie mit einem Freund zu reden.

  Das Jesusgebet ist relativ lang. Ich erwähne es jedoch, weil es die Parallele zu den Meditationsübungen aus dem Osten darstellt, wo ja auch der christliche Ursprung liegt. Jetzt, wo das Streben nach Einheit immer größer wird, ist diese Methode ins einheitsdeutsche Gebetbuch eingeflossen. Sie stammt aber sicher aus den urchristlichen Zeiten. Auch Paramahansa Yogananda betont in seinen Schriften, dass Jesus die Aposteln derlei Übungen gelehrt hat und Paulus spricht auch davon . Sie gingen verloren, weil es uns allgemein nicht mehr möglich war, solche Tiefen zu erreichen. Theresa von Avila beschreibt sie in „Die innere Burg“, aber schwer ist es, diese Erfahrungen zu beschreiben, hier ist eine erste Methode, sie zu erleben und dadurch zu wissen, anstatt nur zu glauben. 

  Wenn Du keine Beziehung zu Gott hast, wiederhole: Frieden, Liebe, Freude oder sonst einen hohen Wert, der Dich mit dem universellen Guten verbindet. Es wäre einen Versuch wert, dieses Wesen „Gott“ anzureden. Charles de Foucauld, ein französischer Offizier, der ein so liederliches Leben führte, dass sie ihn aus Schule und Militär schmissen, setzte sich in die Kirche und drängte: „Gott, wenn es dich gibt, dann beweise es mir!“ Und Gott tat es! Er spürte sosehr, dass er da ist, dass er nur mehr ein Leben wie Jesus führen wollte. Er trat in einen Orden ein, entwickelte später seinen eigenen Weg bei den Tuaregs in der Sahara. Die Kleinen Schwestern und Brüder gründeten sich nach seinem Vorbild.

 
Du kannst aber in dieser Zeit auch an etwas sehr Schönes, Friedliches denken, das Deinem ganzen Wesen wohl tut, wenn Dir am Anfang der Gedanke an Gott zu schwer fällt. Sich wohlzufühlen ist das Wichtigste.

 
Meditationszeiten: Möglichst in der Früh nach dem Aufstehen und am Abend vor dem Schlafengehen, mit etwa 10 – 15 Minuten anfangen und nach eigenem Empfinden steigern, aber nie auslassen. Einige Minuten gehen immer, selbst wenn es weniger wie zehn sind, ist es besser als nichts. Tief durchatmen an der frischen Luft oder bei offenen Fenster und die Spannungs- und Entspannungsübungen im Stehen wecken die Lebensgeister sofort wieder, wenn sie uns Müdigkeit vorgaukeln wollen. Solltest Du noch dem Nikotin frönen, könntest Du auch für die Länge einer Zigarette mit der gleichen Intensität frischen Sauerstoff einatmen. Möglicherweise stellt Du unmittelbar fest, dass DAS um vieles wohltuender ist!

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IMG_2781-wk250Das immerwährende Jesusgebet

Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner.
Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich unser.

  Die Anfänge dieser Gebetsform gehen zurück bis in die Zeit der Kirchenväter. Das Jesusgebet verbreitete sich vor allem in der Ostkirche, ist aber heute auch in weiten Kreisen des Westens bekannt.

  Dieses Gebet ist eine Meditation, an der auch der Körper beteiligt ist. Der ganze Mensch soll frei sein von Unrast. Man muss sich zur Ruhe kommen lassen. Die Muskulatur soll völlig entspannt sein. Man wiederholt im Einklang mit dem Herzschlag oder mit dem Atem unablässig: ”Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner”, oder: ”Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich unser”. So versenkt man sich in die Gegenwart Jesu.

  Nicht nur die Versenkung in Gott wird durch diese ständige Anrufung des Namens Jesus gefördert, sondern auch die Empfindung von Frieden und Versöhnlichkeit gegenüber allen Menschen, das Zurücktreten der eigenen Interessen und die Gelassenheit. Das Jesusgebet wird von jenen, die es üben, als ein Weg zur inneren Freiheit bezeichnet. (Gotteslob. Katholisches Gebet- und Gesangbuch. Hg. v. d. Bischöfen Deutschlands und Österreichs und der Bistümer Bozen-Brixen und Lüttich, Ulm: Süddeutsche Verlagsgesellschaft 1975, S. 28, Nr. 6/1)


Eisenstadt, 17. 08. 2007 (Neu-Bearbeitung)                                                     INGRID MARIA LINHART

 

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